Home » 15 Jahre Stipendienprogramm

15 Jahre Stipendienprogramm

15 Jahre Erfolgsgeschichten - 15 Jahre Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkan

„Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Investition in Bildung. Bildung, Ausbildung und Wissen sind die Triebkräfte des Erfolgs.“ – Dr. Zoran Djindjic, 2002

Foto: Dr. Zoran Djindjic, Ministerpräsident der Republik Serbien and Dr. Klaus Mangold, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft bei einem Treffen im Rahmen des World Economic Forums in Salzburg 2001

Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkan wurde vor 15 Jahren gegründet, um dem Vermächtnis des im Jahr 2003 ermordeten, ersten demokratisch gewählten Premierminister Serbiens – Dr. Zoran Djindjic – gerecht zu werden. Für Dr. Zoran Djindjic stellten junge Menschen und ihre Ausbildung, Erfahrung und Motivation das größte Potential eines jeden Landes. Durch den klaren Fokus auf die Aus- und Weiterbildung junger Menschen, folgt das Zoran Djindjic Stipendienprogramm einer der Leitideen des proeuropäischen serbischen Premierministers.

In einer gemeinsamen Initiative des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurde das Stipendienprogramm nach dem Attentat auf Zoran Djindjic im Jahr 2003 initiiert. Es wird im Auftrag des BMZ durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Federführend in der Umsetzung ist der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Zoran Djindjic Stiftung.

Während das Stipendienprogramm in den ersten drei Jahren auf Serbien begrenzt war, hat es sich seit 2007 über Ländergrenzen hinweg gesetzt und bietet jährlich bis zu 75 jungen Nachwuchskräften in den sieben Programmländern – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien – die Möglichkeit, drei bis sechsmonatige Praktika in deutschen Unternehmen in Deutschland zu absolvieren. Es dient dazu, den Stipendiat/innen einen Einblick in marktwirtschaftliche Abläufe und die Arbeitsweise deutscher Unternehmen zu ermöglichen und überregionale Kontakte zu knüpfen. Aus einem bilateralen Projekt entstand in den vergangenen 15 Jahren ein überregionales Programm, das sich über die Bereiche Bildung, Wirtschaftsentwicklung und regionale Aussöhnung erstreckt.

Durch die Unterstützung von Institutionen der organisierten Wirtschaft, der Entwicklungszusammenarbeit, den deutschen Botschaften in den Ländern der Region und Institutionen aus dem Bildungsbereich entwickelte sich das Zoran Djindjic Stipendienprogramm seit 2003 zu einem erfolgreichen best-Practice Beispiel eines Public-Private-Partnership. Aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird ein monatliches Stipendium bereitgestellt, von dem die täglichen Lebenskosten gedeckt werden können. Die teilnehmenden Unternehmen übernehmen ergänzend dazu die Kosten für die Unterkunft und Versicherung und stellen die erforderlichen Betreuungs- und Managementkapazitäten bereit. In den vergangenen 15 Jahren haben sich bereits mehr als 150 Unternehmen an dem Stipendienprogramm beteiligt.

Foto: Bundesminister Gerd Müller mit Frau Ruzica Djindjic, Leiterin der Zoran Djindjic Stiftung, Dr. Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und Stipendiatinnen und Stipendiaten der Generation 2015 beim Empfang in Belgrad

Durch den überregionalen Ansatz des Projekts leistet das Stipendienprogramm heute einen Beitrag zur berufspraktischen Aus- und Weiterbildung junger und weltoffener Menschen, die grenzüberschreitend denken und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer gestalten. "Die Länder des westlichen Balkans liegen vor unserer Haustür. Sie sind wichtige Partner für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit", sagt der Parlamentarische Staatssekretär im BMZ Hans-Joachim Fuchtel. "Der Jugend kommt bei der Gestaltung der Zukunft dieser Region eine Schlüsselrolle zu. Auf sie bauen wir mit dem seit 2003 gemeinsam mit dem Ost-Ausschuss durch das BMZ durchgeführten Stipendienprogramm, das motivierte und an Deutschland interessierten Studierenden offensteht."

Nach Beendigung ihres Praktikums und der Rückkehr in ihre Heimatländer werden die Absolvent/innen in ein sehr aktives Netzwerk integriert und bleiben so Deutschland, der deutschen Kultur sowie Wirtschaft verbunden. Das derzeit mehr als 640 Absolventen umfassende Alumni-Netzwerk fördert überregionale Kontakte nachhaltig und trägt dazu bei, diese weiter auszubauen. Gemeinsam unterstützen der Ost-Ausschuss und das BMZ damit die wirtschaftliche Transformation der Region und die Etablierung eines überregionalen Netzwerkes von Nachwuchskräften. Das Alumni-Netzwerk bietet einen Pool an hochqualifizierten Young-Professionals, die in führenden deutschen, internationalen und lokalen Unternehmen sowie Institutionen in der Region aktiv sind.

„Wir können heute auf 15 sehr erfolgreiche Jahre des Zoran Djindjic Stipendienprogramms zurückblicken. Das Programm ist ein hervorragendes Beispiel für die gelungene Kooperation der Deutschen Wirtschaft mit der Entwicklungszusammenarbeit des BMZ und der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südosteuropa“, sagt der Vorsitzende des Ost- Ausschuss Dr. Wolfgang Büchele: „Unser Programm leistet einen kleinen, aber entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Vertrauensbildung zwischen den Ländern des Westlichen Balkans und unterstützt die grenzüberschreitende Integration Südosteuropas.“